Staffelsee, Riegsee & Co: Der große Sommersee-Check in Murnau

Pärchen am Steg Staffelsee

Sommer ohne Schwimmengehen am See? Unvorstellbar! Wir stellen euch daher unser ganz eigenes „Fünf-Seen-Land“ der Region vor und sagen euch im großen Sommersee-Check, wo ihr euch während eures Urlaubs in Murnau am besten eine Abkühlung verschaffen und verschiedene Wassersportarten ausprobieren könnt.

Unter dem Fünf-Seen-Land sind normalerweise fünf andere Seen bekannt, nämlich der Starnberger See, der Ammersee, der Wörthsee, der Pilsensee und der Wesslinger See. In der Region rund um Murnau haben wir doch eine ganz eigene Interpretation des Begriffs: Hier liegen der Staffelsee, der Riegsee, der Froschhauser See, der Kochelsee und der Walchensee. Kleiner als das weiter nördlich liegende „Original“ können sie trotzdem locker mithalten, was Besonderheiten, Aktivitäten und Attraktivität der umgebenden Landschaft angeht. Pluspunkte für die Erreichbarkeit gibt es sowieso – sind sie doch alle in maximal einer halben Stunde vom Alpenhof Murnau aus zu erreichen. Damit starten wir nun unseren großen Sommersee-Check: Wo sind die besten Badestellen? Wo darf man Kanufahren? Wie lang ist die Wanderstrecke um einen der Seen? Die Antworten findet ihr hier…

1. Der Staffelsee: Die Riviera von Seehausen

Er gehört zu den beliebtesten Seen der Region: Der Staffelsee. Jedes Jahr tummeln sich während des Sommers zahlreiche Badegäste entlang des 19,31 Kilometer langen Seeufers in den zugelassenen Buchten und Badestellen. Als zweitgrößter unserer genannten Seen bietet er darüber hinaus mit seinen 7,66 km² Fläche jedoch auch genug Fläche für Boots- und Schifffahrten. Ob mit einem romantischen Tretboot oder auf einem etwas größeren Kaliber, der MS Seehausen, lässt sich die umliegende Landschaft vom See aus besonders gut betrachten. Verwaltet wird der Staffelsee von verschiedenen Gemeinden, die an dessen Ufer grenzen: Die Gemeinden Seehausen, Üffling und Murnau teilen sich unterschiedlich große Abschnitte des Sees. Der Hauptzu- und Abfluss des Staffelsees ist die Ach: Durch den natürlichen Zufluss wird der Wasserkreislauf erhalten und das Wasser des ursprünglichen Toteis-Sees alle 2,3 Jahre komplett ausgetauscht.

Eine Besonderheit des Sees sind seine sieben Inseln, die zum Teil miteinander verbunden oder sogar bewohnt sind. Auf der Insel „Große Birke“ hat sich beispielsweise der Bayerische Kanuverband mit seinen Mitgliedern und Athleten auf einem Zeltplatz angesiedelt. Die Inseln sind mit dem Schiff, mit Booten oder aber im Winter auf dem zugefrorenen See selbst erreichbar – während der knackig-kalten Wintermonate ist der Staffelsee nämlich auch zum Eisfahren und für Eishockey perfekt geeignet. Damit behauptet sich der Staffelsee als vielfältiges Allround-Talent, das seine Gäste zu allen Jahreszeiten zu begeistern weiß – ein guter Anfang, oder?

2. Der Riegsee: Vom Hungersee zum Anglerparadies

Einst wurde er von Landwirten als eine Art Orakel benutzt, da der Wasserstand angeblich Aufschluss über künftige Witterungsverhältnisse gab. Ein hoher Wasserstand war demnach kein Grund zur Freude: Dann erwartete die Landwirte eine schlechte Getreideernte. Heute zählt der Riegsee dank seiner geringen Tiefe und als eines der fischreichsten Gewässer der Region und darf sich ebenfalls zu den saubersten Seen Oberbayerns zählen. See und Ufer stehen unter Landschaftsschutz, was die Erhaltung der Artenvielfalt sicherstellen soll. Die nördliche Bucht ist zudem Schutzgebiet für zahlreiche Vogelarten, die hier ihren Brutplatz eingerichtet haben. Infolgedessen dürfen während des Sommers keine Boote in diesem Gebiet gefahren werden, was die empfindlichen Tiere stören könnte. Doch auch von Land aus hat der Riegsee einiges zu bieten: Wer durch die gleichnamige Gemeinde auf dem Riegsee-Wanderrundweg unterwegs ist, entdeckt in den facettenreichen Mooren, Wäldern und Grünflächen immer wieder etwas Neues.

3. Froschhauser See – Der kleine Bruder des Riegsees

Nur 200 Meter entfernt vom Riegsee liegt der viel kleinere Froschhauser See. Dieser macht seinem Namen alle Ehre: Besonders zwischen Frühling und Herbst ist hier schon von weitem ein laut tönendes Froschkonzert zu hören. Ebenso wie sein großer Bruder liegt der Froschhauser See im Naturschutzgebiet und beherbergt trotz seiner sehr geringen Größe von 0,37 km² eine große Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Dies hängt auch damit zusammen, dass der Froschhauser See mit einer Temperatur zwischen 18 und 25 Grad Celsius zu den wärmsten Seen Bayerns gehört. Boote und Schwimmgeräte sind hier zum Schutz der Natur nicht zugelassen, jedoch das Baden an ausgewiesenen Stellen. Wer dem Trubel der großen Seen entfliehen möchte, findet hier Ruhe und Entspannung und kann zwischen Streuwiesen und Mooren den Ausblick auf die umliegende Berglandschaft genießen.

4. Der Kochelsee – Zwischen Bergen und Mooren

Der Kochelsee liegt südöstlich von Murnau direkt am Fuß des Herzogstands. Über das Walchenkraftwerk ist er mit dem höher gelegenen Walchsensee verbunden, zieht aber trotzdem immer wieder aufs Neue sein eigenes Publikum an: Aufgrund der charakteristischen Starkwinde, die im Seegebiet vorherrschen, sind für Wind- und Kitesurfer sowie für Segler optimale Bedingungen gegeben. Entstanden durch eine Ausschürfung des Isar-Loisach-Gletschers grenzt der See im Norden an die Loisach-Kochelsee-Moore sowie im Süden an die einzigartige Bergwelt. Damit bietet die Gegend des Kochelsees nicht nur im oder am Wasser, sondern auch rundherum ein echtes Naturerlebnis für Wanderer, die den See aus einer anderen Perspektive betrachten möchten. Die umgekehrte Aussicht bietet sich Bootsfreunden: Eine Schifffahrt auf dem Kochelsee ist ein Muss für alle, die ihren Urlaub in Murnau und Umland verbringen.

Kochelsee in Bayern

5. Der Walchensee: Der heimliche Star

Wenn der Walchensee eines nicht ist, dann gewöhnlich! Der im Besitz der Bayerischen Staatsforsten liegende See gehört mit einer maximalen Tiefe von 190 Metern und einer Wasserfläche von rund 16,4 km² nicht nur zu den tiefsten und größten Alpenseen Deutschlands, sondern beeindruckt auch immer wieder durch seine tiefe, türkis-blaue Färbung, welche durch einen hohen Calciumcarbonat-Anteil im Wasser ausgelöst wird. Anders als der benachbarte Kochelsee ist die Entstehung des Walchensees auf eine tektonisch bedingte Senke im Erdboden zurückzuführen, bringt aber die gleichen wettertechnischen Voraussetzungen für Wind- und Kitesurfer mit sich. Da hören die Überraschungen des Walchensees aber noch nicht auf: Trotz seiner großen Tiefe ist die Sichtweite aufgrund der klaren und hohen Wasserqualität enorm: Taucher können rund 40 Meter weit sehen, während sie nach den verborgenen Wracks von Autos, Booten und sogar Flugzeugen tauchen, die sich auf dem Grund des Sees befinden. Für Gäste, die zum ersten Mal einen Ausflug zum Walchensee unternehmen, eröffnen sich damit zahlreiche spannende Erlebnisse und Eindrücke. Wer hingegen gern historische Filme schaut, dem könnte der Walchensee bekannt vorkommen: Als idyllischer Drehort taucht er im ein oder anderen Film auf und wurde auch in der Kunst oft als inspirierendes Landschaftsmotiv verwendet.

Schwimmen, Boots- und Schifffahrt, Wandern, Tauchen oder Angeln: Das „Fünf-Seen-Land“ um Murnau bietet Sommergästen eine Vielfalt an Aktivitäten und Erlebnissen rund ums Wasser, die, eingebettet in die traumhafte Kulisse aus Bergpanorama und Blauem Land nur hier so zu finden sind. Somit bleibt nur noch eines zu tun: Badehose einpacken und ab ins kühle Nass!

Wenn Sie Interesse an Ausflügen in die Umgebung haben, stehen Ihnen vor Ort im Alpenhof Murnau unsere freundlichen Mitarbeiter mit Tipps rund um Wanderungen, Radfahren oder Kunst und Kultur zur Seite.