Der Weg ist das Ziel: Roadtrip auf der Romantischen Straße

Paar fährt im silbernen Auto

Die Romantische Straße – was so schön nostalgisch und heimatverbunden klingt, ist tatsächlich eines der bekanntesten Ziele in Deutschland weltweit! 413 Kilometer Strecke zwischen Würzburg und Füssen, die von Gästen aller Welt mit dem Auto oder Wohnwagen, mit dem Fahrrad und sogar zu Fuß bewandert werden. Das Besondere daran sind die vielen Sehenswürdigkeiten aus Geschichte, Kunst und Kultur, denen man dort begegnet, ebenso wie die landschaftlich reizvollen Ausblicke. Wir haben uns auf den Weg gemacht.

Die Romantische Straße oder „The Romantic Road“, wie sie international genannt wird, gibt es seit 1950. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es dringend notwendig, Deutschland nicht nur als Urlaubsort attraktiv zu machen, sondern auch als weltoffen und gastfreundlich zu positionieren. Diese Eigenschaften erfüllt sie bis heute und ist daher nicht nur eine der ältesten, sondern auch der bekanntesten Ferienstraßen Deutschlands. Typisch für diese Art von Straße ist es, dass sie eine Streckenführung fernab der Autobahn besitzen – nicht das Ankommen, sondern der Weg ist das Ziel. Wer daher eine Reise über die Romantische Straße plant, ist gut damit beraten verschiedene Etappen und Stopps einzulegen. Vom Weg abzukommen, ist kaum möglich – die Romantische Straße wird durch braune Schilder entlang der Strecke zwischen den Städten immer wieder kenntlich gemacht.

Vom Main bis zu den Alpen: Die Romantische Straße

Würzburger Residenz

Auf der Reise vom Main bis zu den Alpen gilt Würzburg als hervorragender Startpunkt. Kulturfans wird hier gleich zu Beginn Einiges geboten: Die zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Würzburger Residenz, die beeindruckende Festung Marienburg, die alte Mainbrücke und nicht zuletzt die wunderschöne Altstadt selbst sind eindrucksvolle Höhepunkte des Stadtbesuchs. Trotzdem – die Reise muss weitergehen (oder überhaupt erst einmal beginnen!) Es geht daher weiter in Richtung Rothenburg ob der Tauber, wo Historiker auf ihre Kosten kommen. In der mittelalterlichen Kleinstadt gibt es im gut erhaltenen Stadtkern schmucke Fachwerkhäuser zu besichtigen und auch der idyllische Burggarten ist einen Spaziergang wert. Die imposante Landschaft unterstützt diesen Eindruck – hier ist die Welt in Ordnung.

Fachwerkhäuser in Dinkelsbühl

Als nächste Station steuern wir Dinkelsbühl an: Die ehemalige Reichsstadt wird charakterisiert durch ihr ebenso mittelalterliches Flair und den bekannten Mauerring mit seinen Türmen und Toren. Sehenswert ist auch Münster St. Georg, eine der bedeutendsten Kirchen der Spätgotik in Süddeutschland. Von Dinkelsbühl verläuft die Romantische Straße weiter in Richtung Süden nach Nördlingen. Mittlerweile befinden wir uns also im charmanten „Schwaben-Ländle“ und finden in dem Städtchen mit knapp 20.000 Einwohnern ein wahres landschaftliches Juwel. Die Stadt liegt nämlich im Nördlinger Ries – einer Art Krater, der vor rund 15 Millionen Jahren bei einem Meteoriteneinschlag in die Schwäbische Alb entstanden ist. Gleichzeitig ist Nördlingen aber auch dafür bekannt, die einzige begehbare Stadtmauer in ganz Deutschland zu haben und diesen Spaß lassen wir uns selbstverständlich nicht entgehen!

Halbzeit zwischen Nördlingen und Augsburg

Wieder auf der Route wenden wir uns dem 76 Kilometer entfernten Augsburg zu und haben damit mehr als die Hälfte der Romantischen Straße schon hinter uns. Bei vielen Kulturinteressierten löst die Stadt Augsburg ein Glitzern in den Augen aus, ist sie doch eine der ältesten Städte Deutschlands und reich an historischen und künstlerischen Highlights. Mittlerweile Universitätsstadt, erarbeitete sich Augsburg seinen weltweit guten Ruf vom Beginn der Neuzeit bis zum Ende der Renaissance als Fuggerstadt und zählte dank des schwäbischen Kaufmannsgeschlechts als internationales Handels- und Wirtschaftszentrum. Davon abgesehen glänzt Augsburg noch heute durch Sehenswürdigkeiten wie die römische Straße Via Claudia Augusta, das Rathaus, den Augsburger Prachtbrunnen oder das während der Rokokko-Tzeit entstandene Schaezlerpalais.

Augsburger Altstadt Besichtigung Romantische Straße

Schließlich nehmen wir wieder Fahrt auf dem letzten Drittel der Romantischen Straße auf: Über den „Sonnenflecken Deutschlands“ Landsberg am Lech, fahren wir in Richtung Schwangau. Etwa auf der Hälfte dieses Abschnitts liegt Schongau, von wo aus man in wenigen Minuten unseren Alpenhof Murnau und den Staffelsee erreichen kann. Doch wir halten den Kurs und fahren nach Schwangau, wo das Schloss Hohenschwangau und Schloss Neuschwanstein für im wahrsten Sinne des Wortes majestätische Anblicke und Eindrücke sorgen. Dagegen fällt die Wieskirche, die wir in Steingaden noch mitnehmen, etwas kleiner aus – das macht aber nichts. Denn in wenigen Kilometern haben wir Füssen erreicht: Ein idyllischer Ort, der vom Alpenpanorama eingerahmt ein wunderschönes Ziel für die Romantische Straße ist. Wer mag, kann sich hier noch die ein oder andere Kirche oder das barocke Kloster St. Mang anschauen.

Von der Romantischen Straße zurück nach Murnau

Blaues Land um Murnau

Für uns geht es indes wieder zurück nach Murnau. Nach einer langen und aufregenden Reise haben wir uns ein wenig Erholung verdient – und auch Gäste, die auf der Romantischen Straße unterwegs sind und in Murnau halt machen, können bei uns im Alpenhof Murnau herrlich bei einer Auszeit im Spa entspannen oder noch die regionalen Genüsse auskosten, die das Voralpenland zu bieten hat. Apropos Kulinarik: Während unserer Reise sind wir auf verschiedene Gerichte und Geschmäcke gestoßen. Fisch aus dem Main in Franken, Nudel- und Käsgerichte im Schwabenland sowie einige Weine und schließlich frischgezapftes bayerisches Bier sorgen kulinarisch auf der Romantischen Straße für Begeisterung.

Die Romantische Straße bietet also Abwechslung in allen Bereichen und gehört damit ganz sicher zu Recht zu den schönsten und sehenswertesten Straßen des Landes. Wer nun selbst Lust bekommen hat, dem Weg durch Süddeutschland einmal zu folgen, dem wünschen wir eine gute Reise!