Oktoberfest-Knigge: Do’s & Don’ts auf der Wiesn

Lebkuchenherzen mit Aufschrift Grüße vom Oktoberfest

Das Oktoberfest zieht jährlich Millionen von Besuchern in die Festzelte der Theresienwiese in München. Gäste aus aller Welt kommen, um bei dem knapp dreiwöchigen Spektakel dabei zu sein, das als das weltweit erfolgreichste und größte Volksfest gefeiert wird. Dabei gilt es, einige Traditionen zu wahren und bestimmte Hinweise zu befolgen – ansonsten ist der Oktoberfest-Spaß schneller vorbei, als man eine Maß austrinken kann. Pünktlich zum Beginn der diesjährigen Wiesn haben wir daher einen Guide mit hilfreichen Tipps & Tricks erstellt, der besonders Erstbesuchern Aufschluss über die Do’s & Dont’s auf dem Oktoberfest bietet.

1. Vorbereitung ist alles

Hofbräuhaus Frontseite

 

Die Termine des Oktoberfestes sind stets vorhersehbar: Die Eröffnung findet immer am ersten Samstag nach dem 15. September statt und dauert 16 bis 18 Tage. Dementsprechend tun Sie gut daran, schon weit im Vorfeld Reservierungen im Festzelt zu tätigen und Übernachtungen zu buchen, wenn Sie von außerhalb Münchens anreisen. Wer die Herausforderung annimmt und sich auf sein Glück verlässt, riskiert vor dem „wegen Überfüllung geschlossenen“ Festzelt stehen zu bleiben. Doch selbst, wer es in ein Zelt hinein schafft, ist noch nicht am Ziel: Ohne Sitzplatz kein Bier. Halten Sie in der Mitte des Zeltes Ausschau nach freien Plätzen oder bitten Sie die Tischnachbarn, einfach ein wneig enger zusammenzurücken – des passt scho’!

2. Wer feiern will, muss freundlich sein

Kellner mit Bierkrügen auf Oktoberfest

Wo wir schon bei der Bestellung sind: Wer auf dem Oktoberfest ein Bier statt einer Maß ordert, bleibt meistens auf dem Trockenen. Bitte bestellen Sie immer und ausschließlich eine „Maß“ – und seien Sie sich der Größe des Kruges und seines Inhalts sicher. Eine Maß fasst in der Theorie genau einen Liter Starkbier, welches extra für das Oktoberfest gebraut wird und einen Alkoholgehalt von fünf bis sechs Prozent besitzt. Mit welcher Geschwindigkeit Sie bedient werden, hängt maßgeblich davon ab, wie Sie Ihre Bedienung behandeln: Ein ordentliches Trinkgeld und eine wertschätzende Haltung gegenüber den Kellnern wirkt Wunder. Schließlich wären da noch die Ordner, die Ein- und Auslass regeln sowie für die Sicherheit der Gäste sorgen. Was sie sagen, ist Gesetz; daran geht kein Weg vorbei – erst Recht nicht mit finanziellen Anreizen. Diese sorgen höchstens dafür, dass Sie sich am Ausgang des Festzeltes wiederfinden.

Wer Konfrontationen empfehlenswerterweise aus dem Weg gehen und stattdessen feucht-fröhlich weiter feiern möchte, sollte sich also an einige Regeln halten. Die geltenden Verbote untersagen das Rauchen, das Tanzen auf Tischen, Wildpinkeln und das Mitbringen von eigenem Essen und Getränken. Vierbeiner müssen leider draußen bleiben und für die lieben Kleinen organisieren Sie am Abend besser einen Babysitter.

3. Wissen, was zu tun ist

Innenansicht Festzelt Oktoberfest

Auch wenn es in der Masse von schunkelnden und feiernden Menschen nicht immer offensichtlich ist, so gibt es doch einige Hinweise, die Sie als „Tourist“ auf dem Oktoberfest entlarven – und das möchten Sie um jeden Preis vermeiden. Kostümierungen und Bierhüte gelten als absolutes No-Go, die Hendl werden bitteschön mit den Händen gegessen und beim Anstoßen mit den Maßkrügen kommt ein optimistisches „Oans, zwoa, g’suffa!“ gut an. Darüber hinaus sind Mitschunkeln und –singen der gespielten Liedtexte gern gesehen; prägen Sie sich also die Refrainzeilen der wichtigsten Wiesn-Hits gut ein, denn Sie werden Sie häufiger hören. Schließlich sind auch ein paar Bairisch-Basics unverzichtbar für jeden Besuch auf dem Oktoberfest: „Servus“, „Griaß God“ und „An Guadn“ gehören hier zum Mindest-Repertoire. Bonuspunkte gibt’s, wenn Sie Brezn und Bier in schönstem bairischen Dialekt bestellen können.

4. Kleider machen Leute – vor allem auf dem Oktoberfest

Dirndl und Lederhosen Trachten

Wie bereits erwähnt ernten unangebrachte Hüte sowie unechte Trachten nur wenig Verständnis – wer kann, hüllt sich in fesche Dirndl und echte Lederhosn. Sollte dies für Sie keine Option sein, ist elegante Freizeitkleidung angebracht. Achten Sie auf Ihre Schuhe; Sneaker sind definitiv ein Ausschlusskriterium beim Einlass in das Festzelt. Für die Damen gilt: Das Dirndl sollte bis zu den Knien reichen und die Schleife auf der richtigen Seite gebunden sein. Rechts gebunden bedeutet, Sie sind vergeben oder verheiratet. Sitzt die Schleife Ihrer Schürze auf der linken Seite, signalisieren Sie Ungebundenheit.

Mit diesen Tipps sind Sie bereit für das Oktoberfest. Wir wünschen viel Vergnügen, wenn es am 16. September heißt: „O’zapft is’!“